Reisestipendium 2010/11

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Petra

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Petra, die Hauptstadt der Nabatäer, erreichten wir durch den Siq (Bilder 2-4), eine enge, tiefe Schlucht, an deren Wänden Weihungen und sonstige Reliefs wie zum Beispiel eine Kamelkaravane (Bild 3) angebracht sind. Und dann plötzlich ist man da, es eröffnet sich mit dem Blick auf das sogenannte “Schatzhaus des Pharaos” (Bilder 4-5) einTraum aus Sandstein, in alle Felswände sind Gräber eingetieft. Wir wandelten allerdings ein bißchen abseits der touristischen Pfade und besuchten Stephan Schmid und sein Team auf ihrer Grabung. Dafür stiegen wir hoch hinauf auf den höchsten Berg Petras, die Umm el-Biyara – eine schier endlose Treppe führt mühevoll nach oben, den eg leiteten uns die Versorgungsesel der Grabung (Bild 8). Oben belohnte uns dann der einmalige Blick über das Stadtgebiet (Bilder 1 und 9; letzteres zeigt am vorderen Rand des Plateaus die Grabungsschnitte an einer nabatäischen Palast(?)-Anlage). Man sieht die gewaltige mehrstufige Tempelanlage, die unvorstellbarerweise erst vor 20 Jahren entdeckt und ausgegraben wurde (Bild 10), den Löwengreifen-Tempel mit typisch nabatäischem Grundriss (Bild 11) und die Villa von ez-Zantur (Bild 12; dazu später). Das Grabungsteam hat es sich hier in einer Höhle wohnlich eingerichtet (Bild 13). Doch außer ein paar verrückten Archäologen verirrt sich selten jemand hierher. So sahen wir mehr Eidechsen als Menschen (Bilder 14-15 – wer weiß, was das blaue ist?) und waren in der kleinen Kultstätte unter einem abgestürzten Felsen mit den Reliefs von Baityloi, den für die Nabatäer typischen anikonischen Kultbildern, ganz allein (Bild 16). Wieder unten angekommen besuchte ich die nabatäische Villa von az-Zantur aus dem frühen 1. Jh. n. Chr., eine luxeriöse Anlage mit Fußbodenheizung (man beachte den schönen Fußboden) und sogar einem Raum mit Wandmalerei pompeianischen Stils (Bilder 17-18)! Abends dürften wir im Grabungshaus auf dem Gelände neben dem Qasr al-Bint übernachten, einem gewaltigen Tempel, in dem wir selbst ganz winzig erschienen (Bilder 19-20, Bild 19 zeigt rechts hinter dem Baum das Grabungshaus).

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2 thoughts on “Petra

  1. Als erstes dachte ich es wäre eine Anolis, aber es dürfte die sogenannte Blaue Sinai Agame sein.Die gelten wohl gerade um die Gegend von Petra als typisch. Wen es interessiert: http://en.wikipedia.org/wiki/Agama_sinaita

  2. …und nur 6 Wochen später auch auf Spiegel Online:http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,763981,00.html

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